METASTADT UR-PROJEKT 1965

Anfang der 1960er Jahre wurde eine Vision des französischen Architekten Yona Friedman bekannt, von neuen Stadtstrukturen im Raum über den alten, von einer „ville spatiale“ einer „Raumstadt“, von schwebenden Raumgittern mit variablen Ausbauten über  bestehenden Städten.

Allerdings gab es von Friedman dazu nur sehr grobe Skizzen, die ein kontinuierliches Raumgitter mit einigen Einbauten zeigen. Das Raumgitter war außerdem mit diagonalen Verstrebungen versteift, was den Einbau frei nutzbarer Räume eigentlich unmöglich machte.

Inspiriert von Friedmans Vision entstand 1965 das Projekt „Metapolis“ später „Metastadt“ genannt. Dieses sah im Gegensatz zu Friedman ein diskontinuierlich frei im Raum arrangierbares, multifunktionales und variabel anpassungsfähiges Raumgitter vor, ohne Diagonalen mit steifen Knoten zu kubischen Einheiten zusammengesetzt. Alle Teile des Tragwerks und des Ausbausystems waren als montabel, demontabel, bzw. remontabel vorgesehen. Das aus Rahmen zusammengesetzte Tragwerksystem wurde 1969 patentiert.

 

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